Ansiedlung Wendehals - Kooperation mit dem Bund Naturschutz

15.02.2021

Der gut sperlingsgroße Wendehals zählt zur Familie der Spechte. Er ernährt sich größtenteils von Ameisen, die er mit seiner langen Zunge aus dem Boden holt. Deshalb liebt der Wendehals sandige Flächen mit geringem Bewuchs oder alte Obstgärten mit kurzem Rasen. Weil er keine Käferlarven aus morschem Holz hackt, wie die anderen Spechte, kann er sich nicht selbst Bruthöhlen fertigen, sondern er benötigt alte Bäume mit bereits bezugsfertigen Höhlen. Solche Landschaften sind bei uns leider selten geworden, so dass der Wendehals stark gefährdet ist und auf der Roten Liste der bedrohten Arten steht. Am Rande der Sandgrube sollen nun mehrere Spezial-Nistkästen aufgehängt werden, damit der Wendehals neben den passenden "Jagdgründen" auch geeignete Bruthöhlen vorfindet, wenn er Ende April aus seinem Winterquartier in Afrika nach Mittelfranken zurückkehrt.

Die LBV (Landesbund für Vogelschutz) Kreisgruppe Roth hat die Arbeitsgemeinschaft "AG Wiedehopf-Wendehals" unter der Leitung von Klaus Brünner gegründet.Nach der erfolgreichen Förderung des Wendehalses in der Sandgrube Neumühle im Forst von Faber-Castell, erhofft sich Sebastian Haas, Diplom-Biologe und Vogel-Beringer aus Feucht, auch in der Sandgrube von Zapf-Daigfuss bei Feucht erste Bruten dieses seltenen Vogels. 

Norbert Lindner
Betriebsleiter Werk Feucht

 

 

Ansiedlung Wendehals

© Bund Naturschutz, Ortsgruppe Feucht, Klaus Bäuerlein

Nistkasten Wendehals
Bund Naturschutz, Ortsgruppe Feucht, Sebastian Haas