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Boris Palmer im Gespräch mit Vertretern des Mauerwerkbaus

20.08.2019

Zu einem Austausch über die Zukunft des Bauens hat Oberbürgermeister Boris Palmer zwei Vertreter  der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau (DGfM) im Rathaus empfangen.
Der Vorsitzende Dr. Hannes Zapf und der Geschäftsführer Dr. Ronald Rast aus Berlin informierten sich persönlich über Palmers Forderung, die Holzbauweise in Tübingen zur Pflicht machen.

 „Es hat mich gefreut, dass sich die beiden Vertreter des Mauerwerksbaus die Zeit für eine intensive und kontroverse Diskussion genommen haben“, sagte Boris Palmer im Anschluss an das Gespräch.

Einig seien sich die Gesprächspartner darin gewesen, dass der Energieaufwand für die Erstellung eines Gebäudes künftig stärker berücksichtigt werden müsse. „Ich habe wertvolle Informationen über das Bauen mit Mauerwerk gewonnen, doch an meiner Grundüberlegung halte ich fest: Wenn Holz verbaut wird, wird der Atmosphäre klimaschädliches Kohlendioxid für die Standzeit des Gebäudes entzogen“, so Palmer weiter. Die verpflichtende Holzbauweise ist für den Tübinger Oberbürgermeister ein wesentlicher Baustein für das vom Gemeinderat verabschiedete Ziel, Tübingen bis 2030 zur klimaneutralen Stadt zu machen.

Dr. Zapf und Dr. Rast haben Herrn Palmer anhand einer wissenschaftlichen Studie der TU Darmstadt aufgezeigt, dass ein Holzbau nach 50 Jahren gerade einmal  5 % besser ist, als ein Mauerwerksbau und nach 80 Jahren keine Vorteile in der CO2 Bilanz mehr hat. Um einen cbm Holz aus dem Wald zu bringen und zu Bauholz zu verarbeiten, wird genauso viel CO2 ausgestoßen, wie bei der Herstellung eines cbm Kalksandsteins. Der Vorteil des Holzes ist also nur die einmalige Speicherung des CO2 bevor der Baum beim ersten Mal gefällt wird. Unterstellen wir, dass wir in 30 bis 50 Jahren keine fossilen Energieträger zu Heizzwecken verwenden, kann auch kein Holz mehr sinnvoll als Energieträger verheizt werden. Es muss dann als chemisch behandeltes Holz in den Sondermüll. Wir verlagern damit das Thema einfach um eine Generation und erzielen maximal einen Einmaleffekt. Alle anderen Vorteile von Häusern aus massivem Mauerwerk will Herr Palmer außer Acht lassen, obwohl sie für das Wohlfühlklima bei steigenden Sommertemperaturen immer wichtiger werden. Aus hochwärmegedämmten Leichtbauten aus Holz, Dämmstoff und Gipskarton bekommen wir die Hitze im Sommer nicht mehr heraus ohne Klimaanlage. Die Städte heizen sich dadurch weiter auf. Anders bei Massivbauten, die über ihre Masse die Nachtabkühlung bei offenen Fenstern nutzen, um für Temperaturausgleich zu sorgen. Einige Stadtplaner fordern deshalb für ihre Stadtplanung, dass wir hier von den Südeuropäern lernen, die in ihren Städten massiv bauen. Die Skandinavier von denen Herr Palmer lernen will, kennen die Sommerhitze in dieser Form nicht. Wir plädieren wie viele anderen dafür, die Bäume nach 80 Jahren nicht abzuholzen und als in Gebäuden oberirdischen CO2 -Speicher zu verbauen, sondern stattdessen weitere 80 bis 100 Jahre im Wald als CO2 Klimaspeicher stehen zu lassen und so den Wald als Klimaschutzwald ohne Gewinnstreben der öffentlichen Hand zu erhalten. Die öffentliche Hand könnte damit mehr für das Klima bewirken, als die Industrialisierung des Waldes und das Verbot von Mauerwerk im Einfamilienhausbau je erreichen kann. Die aktuelle Diskussion (Studie ETH Zürich, Wald als Betroffener des Klimawandels, Kalamitäten-Jahr 2018 für den Wald, Offener Brief an Frau BM Klöckner etc.) geht bereits in diese Richtung.

Zumindest in einem Punkt waren die Mauerwerker mit Herrn Palmer einig. Bevor er sein Verbot mit Mauerwerk für den Bau umsetzt, muss er erst dafür sorgen, dass das im Bau eingesetzte Bauholz nur aus zertifizierter Holzgewinnung kommt. Im Moment wird im Bauholzbereich das meiste Holz aus dem Ausland ohne Zertifizierung eingekauft und verarbeitet. Bis so viel zertifiziertes Holz aus Deutschland zur Verfügung steht, dürften wohl mindestens noch 10 bis 15 Jahre vergehen. Wir haben außerdem Herrn Palmer die verfassungsrechtlichen Bedenken eines solchen Baugesetzes mitgeteilt.

gez. Dr. Hannes Zapf

 © Universitätsstadt Tübingen

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